Flagge zeigen für Tibet
(Zusammenfassung)
“Im Jahre 1996 startete eine der politisch bedeutendsten und eindrucksvollsten Aktionen der weltweiten Tibet-Bewegung, die Kampagne “Flagge zeigen für Tibet”. Städte und Gemeinden hissen aus Sympathie für die gewaltlose, versöhnliche Politik des Dalai Lama auf Rathäusern und Ämtern die tibetische Fahne.
Sie bekräftigen damit das legitime Recht des tibetischen Volkes auf Selbstbestimmung und Bewahrung seiner kulturellen, religiösen und nationalen Identität.
Aufgrund ihrer Symbolik ist die tibetische Nationalfahne in Tibet selbst streng verboten. Ihr Besitz oder ihre öffentliche Zur-Schau-Stellung zieht selbst für Ausländer harte Strafen nach sich.
Um so wichtiger ist es, dort Flagge zu zeigen, wo der chinesische Einfluss nicht hinreicht.
Es geht auch um völkerrechtliche Grundsätze und es geht um die Frage von Recht und Unrecht; Unrecht, das dem tibetischen Volk bis heute angetan wird.
Der Dalai Lama verdient Anerkennung und Unterstützung als rechtmäßiger Vertreter des tibetischen Volkes.
Bei der Anzahl der Teilnehmer liegt Deutschland weltweit an der Spitze. 1996 waren es 21 Städte, die dem Ruf der TID gefolgt sind und die Flagge gehisst haben.
Nach 78 Teilnehmern im zweiten Jahr der Aktion wurde 1998 mit 121 beteiligten Orten zum ersten Mal ein dreistelliges Ergebnis erzielt; im Jahr 2009 waren es 1000 deutsche Städte und Gemeinden, in denen am 10. März die tibetische Flagge gehisst wurde, auch die lokale Presse berichtet ausführlich, da die gesamte Aktion flächendeckend über Deutschland stattfindet.
In ganz Europa hissen mehrere tausend Städte am 10. März die tibetische Fahne, um ihre Unterstützung für das tibetische Volk zu bekunden.”
Flagge zeigen für Tibet
1950 besetzten Truppen der Volksrepublik China das souveräne
Tibet. Am 10. März 1959 erhoben sich die Tibeter in der Hauptstadt
Lhasa gegen ihre Unterdrücker. Der Aufstand wurde brutal niedergeschlagen.
Der Dalai Lama mußte fliehen. Heute leben mehr als
120.000 Tibeter im Exil.
Die Folgen der chinesischen Besetzung
- hunderttausende Tote durch Verfolgung, Folter, Hunger, Flucht
- 6.000 Klöster, Tempel und andere bedeutende Bauwerke zerstört
- fortgesetzte gravierende Menschenrechtsverletzungen
- massive Ansiedlung von Chinesen

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